Herausforderung Alltag- wie wir das Leben trotzdem feiern

Montag, 31. Mai 2010

Augustinus

Passend zum letzten Post, ist mir noch ein Vers zwischen die Finger gekommen:

"Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut"

von Aurelius Augustinus

Das heißt, wenn es mir nicht gut geht, bin ich so zu sagen unterernährt und muss mir erst recht Zeit nehmen um mich zu erfreuen.

Es ist genauso wie mit dem Sprichwort:

"wenn du es eilig hast, dann gehe einen Schritt langsamer"

Man denkt ja immer, das man sich gerade das nicht leisten kann. Dabei ist es gerade umgekehrt. Man kann es sich eigentlich nicht leisten, nicht zu tun.

Ich bin ein Mensch der sehr schnellist, habe ich ja schon einmal von geschrieben. Und auch in diesem Bereich versuche ich mich zu sensibilisieren.

Gerade wenn ich es eilig habe, versuche ich langsamer zu fahren, zu gehen.
Gerade wenn ich Herausforderungen habe, tue ich mir was Gutes und nehme mir Zeit mich selber wert zu schätzen.

Wie heißt es so schön? "Weil ich es mir wert bin"

So mache ich mir manchmal auch Geschenke. Ich meine richtige Geschenke, so mit einpacken und so.

Ich feiere auch jedes Jahr eine Weihnachtsfeier in meiner Praxis und wichtel mit mir. (doch,doch- ich bin schon noch ganz normal, denke ich)

In einem Jahr war ich ein WE bei meiner Tochter. Wir waren zusammen in der Stadt und ich habe in einem Buchladen eine Kleinigkeit gekauft und sie mir auch einpacken lassen.

Bei ihr zu Hause fragte sie mich wem ich das schenken wollte und ich sagte - "Mir".

Und dann zeigte ich ihr was ich immer mal wieder mache. Ich redete mit mir selber (oh, jetzt wirds kritisch)
Ich sagte das ich mit meiner Arbeit sehr zufrieden bin, ich mich über die gute Zusammenarbeit gefreut habe, das ich mich schätze und es einfach gut gemacht habe.

Und- ich klopfte mir auf die Schulter. Dann bekam ich das Geschenk von mir überreicht und habe es mit voller Freude ausgepackt (war schon ein bischen wie Mr. Bean in seinem Film)

Wir haben uns beide dabei schlapp gelacht. Aber ich mache dies immer mal wieder zwischen durch.

Denn ich kann nur andere wertschätzen, wenn ich mich selber auch wert schätze und mir auch Gutes tun kann.

Und es gibt Studien darüber, das sich selber etwas Gutes tun und sich loben, genauso wertvoll ist, wie das was von anderen kommt.

Wenn dann noch Beides kommt- genial!!

Ich wünsche euch eine gute Woche-

Ina

Kommentare:

  1. Liebe Ina, während ich deine Zeilen las ,fiel mir einer meiner "Lieblingssätze "ein...
    Er lautet:...ich muß schnell noch...
    Ich glaube diesen Satz gilt es in mehrfacher Hinsicht zu überdenken!!!
    Danke für deine ermutigenden und inspirierenden Gedanken.Mir gefällt die Idee sich öfter auch mal selbst was zu schenken..
    Liebe Grüße
    Astrid

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  2. Liebe Ina,
    erst einmal lieben Dank für Deinen Eintrag auf meinem Blog.

    Wie schön, dass Du auch die Geschenke Gottes schätzt :).

    Deine Gedanken gefallen mir.
    Sich selbst etwas wert sein - wo Gott uns so überalles wert schätzt ... manchmal fällt das gar nicht leicht.
    Eher sieht man ja die Macken an sich.
    Aber wir sollen ja - ehe wir den Nächsten lieben - erst uns lieben.
    (Liebe deinen Nächsten wie dich selbst) - oder lieben wir uns sowieso? Und lieben uns zu sehr?
    Das wäre jetzt die andere Frage ... so quasi andersherum.

    Na, das kann ja was werden ;), deshalb höre ich auf mit dem Überlegen und grüße Dich sehr herzlich!

    Ich kann Dir ein tolles Forum empfehlen: www.fromme-hausfrau.de.
    Vielleicht schaust Du ja mal rein ...

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  3. Liebe Ina, vielen Dank für Deinen Kommentar und ja, ich kann Dir den Boden empfehlen und ja, es sind Zementfliesen (aus Spanien von Mirafloor). Wir hatten sie vor 8 Jahren verlegen lassen und der Boden wird mit den Jahren "älter". Viele fragen, ob er antik ist und schon im Haus war. Wenn Ihr das mögt, kann ich ihn Euch empfehlen. Er ist gewachst und somit versiegelt, denn beim Verlegen ist das Kreidemuster noch empfindlich und offenporig, wenn Du verstehst ... Ich finde es schön, dass Du Dir selbst Geschenke machst, ich mache das auch, nur ein wenig anders ;-) ... LG, Carolina

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  4. Liebe Ina, ich grüße dich ganz herzlich. Ich war im Urlaub und habe deinen lieben Kommentar erst jetzt entdeckt.
    Besonders witzig finde ich, dass wir wohl beide einen Tag im Voraus geschrieben haben :-)

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