Herausforderung Alltag- wie wir das Leben trotzdem feiern

Montag, 14. Juni 2010

nun ist eine ganze Woche vergangen seitdem ich das letzte Mal gepostet habe.

Leider habe ich den Ausflug, den wir für Donnerstag nach Nijmegen geplant hatten, nicht machen können.
Es hat zwar nicht geregnet (vielen Dank auch fürs beten, lieber anonymer Schreiber), aber ich war anderweitig beschäftigt.

Ich bekam in der letzten Woche Zahnschmerzen. Bin sofort zum Zahnarzt und wurde geplagt. In der Woche vorher, bei der Vorsorgeuntersuchung war nichts zu sehen.
Aber nun waren zwei Zähne volle Lotte entzündet. Diese mussten aufgebohrt werden und wurzelbehandelt werden. Da allerdings keine Spritzen halfen diese Zähne zu betäuben, habe ich mit die schlimmsten Schmerzen meines Lebens gehabt.

Zwei Stunden wurde ich gefoltert, wollte schon alle Geheimnisse meines Lebens preisgeben, wenn ich nur hätte reden können.

In diesen zwei Stunden Behandlungszeit liefen mir nur die Tränen runter und mein Gesicht war eine Grimasse vor Schmerz. Der Zahnarzt, ein Freund von uns, konnte kaum hinschauen. Hat er aber wohl hoffentlich dennoch gemacht.

Das war am Mittwochabend bis um 21 Uhr. Die Nacht habe ich dann auch vor Schmerzen kaum geschlafen. Gegen Morgen fing dann das Antibiotikun an zu wirken und die Schmerzen ließen nach.

Allerdings auch die Lust nach Nijmegen zu fahren, weil ich einfach fertig war.

Das Leben ist kein Ponyhof, sage ich mir immer.

Manchmal würde ich mir dies aber wünschen.

Ich fand das ich im Moment genug Herausforderungen habe und auch schon lange genug. Und da ich ja an Gott glaube, habe ich ihm das genau an diesem Tag auch gesagt. Ich ließ meinen ganzen Frust im Gebet raus und bat ihn jetzt endlich einzugreifen,denn es reichte mir.


Aber stattdessen hatte ich beim Zahnarzt dieses Erlebnis, was mich in dem Moment echt umgehauen hat. Es brachte das Fass zum überlaufen.

Für Gott wäre es eine Kleinigkeit gewesen hier einzugreifen und die Spritze wirken zu lassen.
Ich glaube das Gott auch heute noch Wunder tun kann. Warum er es hier nicht getan hat oder auch an anderen Stellen nicht tut, keine Ahnung.

An dem Abend habe ich nach dem Zahnarzt erst einmal eine ganze Weile im Auto gesessen und geweint. Ich konnte gar nicht fahren. Da strengt man sich an und macht alles und dann kommt immer noch einer oben drauf.

Das interessante war das ich an dem gestrigen Sonntag wieder dran war im Godi zu predigen. Mein Thema war "Wunder kommen immer wieder....."

Zu diesem Thema kam es weil ich eine Sendung auf ERF gesehen habe, in der es genau um diesen Bereich ging. Das hat mich sehr angesprochen.

Aber auch die Richtung, wie es ist wenn diese Wunder eben nicht passieren. Wie steht es dann um meinen Glauben?

Wen diese Sendung interessiert, der kann einmal diesem Link folgen:

http://www.erf.de/index.php?content_item=36&node=4941#4941/36

Hier geht es um weit drastischere Geschichten als einen Zahn. Und dennoch sind es doch genau diese Dinge, die unseren Alltag ausmachen.

Ich bin ein recht optimistischer Mensch und habe mich auch schnell wieder beruhigt.

Was für mich bleibt, ist, das ich weiß das ich manches nicht sofort verstehe und ich mir auch immer noch wünsche das Gott in dieser Situation eingegriffen hätte (ich finde das ich es verdient hätte- aber wenn wir immer bekommen was wir verdienen würden.....)
Hat er aber nicht. Der Souveränität Gottes traue ich aber mehr zu als meiner Begrenztheit. Er weiß was ich tragen kann, er lässt mir im Endeffekt alles zum Besten dienen. Dem will ich vertrauen.

Nicht von meinem Gefühl, sondern von meinem Verstand. Mein Gefühl will jetzt Antworten haben auf ganz viele Fragen.
Aber ich weiß auch das mein Glaube an Gott, als meinen Vater, mich trägt- auch in solchen Situationen.

Jeder kennt solche Herausforderungen in seinem Leben und ich kann nur ermutigen dran zu bleiben oder mit Gott darüber zu sprechen.
Ihm zu sagen was los ist und ihn zu bitten einem an diesem Punkt zu begegnen.
In unserem Leben hier auf der Erde werden wir immer wieder Ängste haben, weil wir einfach nicht im Paradies sind.

Aber mit Gott können wir dem begegnen. Ich stelle es mir immer wie in einem Dschungel vor. Um uns her nur grün und wir sehen unseren Weg nicht mehr. Aber Gott ist da, streckt uns die eine Hand hin an der wir gehen können. In der anderen Hand hat er eine Machete mit der er den Weg frei macht.

Unsere Aufgabe aber ist es diese Hand zu nehmen, indem wir sagen das wir ihm vertrauen wollen.

Vielleicht ist dies ja ein Gedanke der dich herausfordert darüber nachzudenken.

Im nächsten Post werde ich euch meine Rosen zeigen, die einfach wirklich nur schön sind.
Genießt den Tag- liebe Grüße

Ina

Kommentare:

  1. Hi Ina,

    Hope you are feeling a bit better! It's horrible to have a toothache. I know all about it. Nijmegen will come in time. It is a beautiful city to visit. The Millinger theetuin is nearby. If you have enough time you can perhaps combine a visit!

    Enjoy your week!

    Lieve groet, Madelief

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  2. Wollte dir nur mal sagen, dass ich dich mag, obwohl ich dich nicht kenne. Und ich bin mir fast sicher, früher oder später lernen wir uns mal kennen :-)

    God bless you

    Heike

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  3. Gute Besserung, liebe Ina! Manchmal ist das Leben wirklich eine Herausforderung!

    Alles Liebe

    Bea

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